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Dr. Rainer Hering: "...daß sie im Gefühle eigener Schuld so reagieren möchten, wie ich es von Ihnen erhoffe."


Doch aufgrund von kriegsbedingten Sparmaßnahmen der venezuelanischen Regierung verlor Otto Hecht schon nach vier Monaten seine feste Anstellung. Danach führte er in verschiedenen, nur schlecht bezahlten, befristeten und von Arbeitslosigkeit unterbrochenen Stellungen für das Gesundheitsministerium (Institut für Hygiene, Institut für Gelbfieber- und Pest-Bekämpfung) und das Landwirtschaftsministerium (Tierärztliches Forschungsinstitut) Forschungen zur Entomologie durch.

Besonders war in diesen Jahren Hechts Frau Rose von den schwierigen Lebensbedingungen betroffen, die sich um den behinderten Sohn Fritz zu kümmern hatte. Otto Hecht schrieb 1947 über sie: "Meine Frau hat in diesen oft so unsäglich schweren Jahren Unendliches geleistet und oft ungeheuer schwer arbeiten müssen, ihr kleines Häuflein durchzubringen." Neben dem Haushalt half sie nachmittags noch ihrem Mann im Labor und fertigte Insektenzeichnungen an.(23)

Im August 1945 übersiedelte die Familie Hecht nach Mexico, wo Otto Hecht in der Hauptstadt als technischer Berater und Biologe in einer Schädlingsbekämpfungsfirma arbeitete und an der Technischen Hochschule als Lehrbeauftragter Angewandte Entomologie unterrichtete. Durch die Einstellung der wissenschaftlichen Entwicklungsarbeiten in der Firma "Agrosan S.A.", wo er zuletzt in leitender Position tätig war, geriet die Familie Hecht erneut in eine finanzielle Notlage, die durch die schwere Erkrankung und den Tod seiner Frau im September 1955 noch verstärkt wurde. Von 1956 bis 1960 leitete Otto Hecht die entomologische Forschungsgruppe für die Malariaausrottungskampagne in Mexico, 1961 wurde er Professor für Allgemeine und Medizinische Entomologie an der Biologischen Fakultät der Technischen Hochschule Mexicos.

Im Rahmen der Wiedergutmachung erhielt Otto Hecht 1956 von der Bundesrepublik Deutschland rückwirkend ab dem 1. April 1951 die Rechtsstellung eines Abteilungsvorstehers a.D. am Hamburger Tropeninstitut und neun Jahre später eine Entschädigung, wobei die Zeit seit seiner Entlassung als ruhegehaltsfähig angerechnet wurde. Am 17. November 1973 starb Otto Hecht in Mexico-Stadt.

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Stand der letzten Aktualisierung: 16. August 1999
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