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Dr. Rainer Hering: Auf dem Weg in die Moderne?


3 Innerkirchliche Entwicklungen

3.1 Das Gebiet, Kirchenbauten und Gemeindegründungen

Die Evangelisch-lutherische Kirche im Hamburgischen Staate umfaßte während der Weimarer Republik die Freie und Hansestadt Hamburg, also ohne die damals noch preußischen Nachbarstädte Altona, Harburg und Wandsbek. Prägend war die parochiale Struktur, die davon ausging, daß das hamburgische Territorium lückenlos durch die bestehenden Kirchen versorgt sei. Die Verdichtung der kirchlichen Strukturen, die das Bevölkerungswachstum erforderte, wurde durch Teilung von Gemeinden und die Errichtung entsprechender neuer Kirchenbauten erreicht. Die um die Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzende quantitative und qualitative Urbanisierung in Folge der Industrialisierung veränderte die Region erheblich. 1860 wurde die Torsperre aufgehoben und die selbständigen Städte Altona, Hamburg und Wandsbek wuchsen zusammen. So gab es zwischen 1880 und dem Ersten Weltkrieg eine erste größere Gründungsphase neuer Gemeinden und den Bau neuer Kirchen. Die zweite, erheblich stärkere Welle setzte nach dem Zweiten Weltkrieg in den fünfziger Jahren ein: In den 30 Jahren zwischen 1950 und 1980 wurden etwa genauso viele Kirchen gebaut wie in den Jahrhunderten zuvor.(23) Während der Weimarer Republik herrschte also in dieser Hinsicht, auch aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung, eine Phase der Ruhe. Dennoch gab es in dieser Zeit fünf neue Kirchenbauten, von denen die Bugenhagenkirche in Barmbek sicherlich die bekannteste ist.(24) Die Zahl der Gemeindegründungen ist mit elf mehr als doppelt so hoch.(25)

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Zurück zum Text  23. Hierzu und zum folgenden: Kirchliches Strukturgeflecht im Hamburger Raum. Hrsg. von der Arbeitsstelle Kirche und Stadt, Seminar für Praktische Theologie, Universität Hbg. (Werkstattheft, 1). 2., überarb. Aufl. Hbg. 1991; Hans-Georg Soeffner, Hans Christian Knuth, Cornelius Nissle, Thomas Helms, Dächer der Hoffnung. Kirchenbau in Hamburg zwischen 1950 und 1970. Hbg. 1995.

Zurück zum Text  24. 1920 Auferstehung-Barmbek, 1921 Versöhnung-Eilbek, 1928 Heilands-Uhlenhorst, 1929 Bugenhagen-Barmbek, 1930 Ansgar-Langenhorn. In Altona wurden 1925 die Paulus-Kirche und 1931 die Osterkirche gebaut, in Harburg-Wilhelmsburg 1921 St. Jacobi-Neuhof. Zur Bugenhagenkirche siehe Denkmalpflege Hamburg, Die Bugenhagenkirche in Barmbek. Ein evangelisch-lutherischer Kirchenbau der 1920er Jahre. Hbg. 1991.

Zurück zum Text  25. 1920 Bugenhagen-Barmbek, Auferstehung-Barmbek, St.Johannes Kapelle-Rotenburgsort, 1922 Matthäus-Winterhude, St. Lukas-Fuhlsbüttel, 1925 Versöhnung-Eilbek, Wichern-Hamm, Immanuel-Veddel, 1930 St. Annenkirche (St. Katharinen), Heilands-Uhlenhorst, Martins-Horn.

 

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Stand der letzten Aktualisierung: 16. August 1999
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