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Priv.-Doz. Dr. Udo Krolzik: Leben bleibt Risiko


Wenn Gesundheit das höchste Gut ist, dann geraten schwer behinderte, schwer kranke und schwerst pflegebedürftige Menschen schnell in die Nähe der Kategorie "lebensunwerten" und menschenunwürdigen Lebens, das man von seinem Leiden "gnädig befreien muß".

Viktor von Weizsäcker hat in seiner Auseinandersetzung mit der NS-Medizin darauf hingewiesen, daß der ungeheure Kampf der Medizin für die Gesundheit einerseits und die Vernichtung der unheilbaren und angeblich "schädlichen" Menschen andererseits nur die zwei Seiten derselben Medaille seien, der Verabsolutierung des diesseitigen Lebens und der Gesundheit als höchstes Gut.

Leiden hat im christlichen Menschenbild auch deshalb eine große Bedeutung, weil es Ausdruck dafür ist, daß der Mensch von einer heilvollen Zukunft weiß und diese erhofft. Leiden ist gleichsam der Protest gegen die kaputten gegenwärtigen Verhältnisse angesichts einer heilvollen Zukunft. Nur wenn eine Vorstellung davon da ist, daß es besser sein könnte, daß die Gegenwart nicht das ist, was sie sein könnte, leiden wir. Deshalb ist die Zuwendung zu den Leidenden für uns alle überlebenswichtig, denn an ihnen zeigt sich, wohin die Entwicklung gehen muß. Wo immer einem Mensch geholfen wird, hat dieser Prozeß sein inneres Ziel erreicht.

Auf dem Hintergrund des biblischen Menschenbildes wird es im Zusammenhang der pränatalen Diagnostik die Aufgabe von Gemeinden sein, betroffenen Menschen - seien es Schwangere, Paare, die durch Erbkrankheiten belastet sind, Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige - sich zuzuwenden, sie zu begleiten und zu ermutigen.

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Stand der letzten Aktualisierung: 16. August 1999
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