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Prof. Dr. Fee-Alexandra Haase: Kritik


Von Hans Conon von der Gabelentz und Julius Loebe wird zur gothischen Sprache von Ulfila Episcopus unter dem Titel Ulfilas und dem Untertitel Veteris et Novi Testamenti versionis Gothicae fragmenta quae supersunt ad fidem codd. castigata Latinitate donata adnotatione critica instructa mit einem Glossar und einer Grammatik der gothischen Sprache (cum glossario et grammatica linguae Gothicae) eine Übersetzung des Alten Testaments im Jahre 1843 veröffentlicht. In der Einleitung zur Übersetzung von Ufilias heißt es über die Verfasserschaft (auctoritas) einer Ufilias zugesprochenen Übersetzung: "Sed Ufilias num ipse illam translationem confecerit, alia quaestio est; perfecisse totam cur negamus, supra indicamus." (239) Heinrich Ewalds Ausführliches Lehrbuch der hebräischen Sprache des alten Bundes erscheint im Jahre 1844 mit der ersten Ausgabe unter dem Titel Kritische Grammatik der hebräischen Sprache. Ewald schreibt in der Abhandlung Über den gegenwärtigen Zustand der Alttestamentalichen Wissenschaft in seinem Werk Über die arabisch geschriebenen Werke jüdischer Sprachgelehrter: "Und auch was den Zweifel betrifft, worüber war damals nicht schon in oder außerhalb Deutschlands gezweifelt, und welche Seite des A. Ts. nicht schon mehr oder weniger von einer sog. Kritik getroffen? " (240)

Ein Beitrag, in dem die Kritik zur Bearbeitung der hebräischen Sprache in der Bibel genutzt wird, ist Karl Ernst Prüfers Abhandlung Kritik der hebräischen Grammatologie, die im Jahre 1847 gedruckt wird. Vertreter des englischen Kritizismus der semitischen Sprachen sind Nordheimers Critical grammar of the Hebrew language, Charles John Ellicotts Commentaries, critical and grammatical on the epistles of Saint Paul aus dem Jahre 1879 und Ernest Martinezs Hebrew-Ugaritic index with an Eblaite index to the writings of Mitchell J. Dahood. Das Werk ist eine Bibliographie mit Indexen von Worten in Schriften der hebräischen, ugaritischen und eblaitischen Sprache (bibliography with indices of scriptural passages Hebrew, Ugaritic, and Eblaite words), die mit grammatikalischen Beobachtungen, kritischen Rückblicken, Doktorarbeiten und nachträglichen Arbeiten (grammatic observations; critical reviews, doctoral dissertations and related writings) aus dem englischsprachigen Raume zusammen gedruckt wurde. In seiner Vorrede vom 1. Juli des Jahres 1881 zur Schrift Historisch-kritisches Lehrgebäude der hebräischen Sprache vermerkt Friedrich Eduard König, daß er die "sonst angewendete analytische und die erst in unserm Jahrhundert gefundene historische und lautphysiologische Methode der Spracherklärung zu verbinden trachtet." (241) König behandelt hier die Lehre von der Schrift, der Aussprache, dem Pronomen und dem Verbum und die Syntax. Zum Kommentar (Commentar) vermerkt er, daß er Schriftsteller mit einem "ausführlichen grammatischen und sachlichen Commentar" versehen habe. (242) Das Verfahren der Literarkritik wird als literaturwissenschaftliches Verfahren für die biblische Exegese angewandt, um die unterschiedlichen Quellen des Textes für die Rekonstruktion des Textes zu isolieren. (243)

Zurück zum Text  239. Ufilias. Veteris et novi testamenti versionis Gothicae fragmenta quae supersunt. Herausgegeben von Hans von der Gabelentz und Julius Loebe. Leipzig 1843. S. XI.

Zurück zum Text  240. Ewald, Heinrich: Über die arabisch geschriebenen Werke jüdischer Sprach-gelehrten. Stuttgart 1844. S. XV.

Zurück zum Text  241. König, Friedrich Eduard: Historisch-kritisches Lehrgebäude der hebräischen Sprache. Mit steter Beziehung auf Qimchi und die anderen Auctoritäten. Erste Hälfte. Leipzig 1881. S. IV.

Zurück zum Text  242. König: Historisch-kritisches Lehrgebäude. 1881. S. V.

Zurück zum Text  243. Vgl. auch den Begriff Literarkritik und ihre Aufgabe als Quellenkritik und die beiden Begriffe Formkritik und Stilkritik in: Probst, Hermann: Paulus und der Brief: Die Rhetorik des antiken Briefes als Form der paulinischen Korinther-korrespondenz (1 Kor 8-10). Tübingen 1991. S. 6-28.

Noch unberücksichtigt ist die epistola critica bei Koskenniemi, der bereits zwi-schen dem ´unliterarischen´ Brief und der ´rein literarischen´ Epistel für das ´Publi-kum´ unterscheidet. Koskenniemi, Heikki: Studien zur Idee und Phraseologie des griechischen Briefes bis 400 n. Chr. Helsinki 1956. S. 89.
 

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Stand der letzten Aktualisierung: 4. Juli 2001
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