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Prof. Dr. Fee-Alexandra Haase: Kritik


Wolfgang Beutin verwendet im Jahre 1976 Begriffe der Kritik in seiner Abhandlung Sprachkritik, Stilkritik. Beutins Erschließung von Begriffen ist eine Methode zur Unterscheidung nach seinen jeweiligen Thesen und Antithesen. Zu diesen Begriffen gehören Kulturwissenschaften und Kulturkritik, Sozialwissenschaften und Sozialkritik, Kunstwissenschaften und politische Publizistik, Literaturwissenschaft und Literaturkritik, Sprachwissenschaften und Sprachkritik. Die Begriffe Begriffskritik, Denkstilkritik, logische Kritik, Informationskritik und Inhaltskritik dienen als Bezeichnungen für allgemeine Methoden. Die Begriffe Gesellschaftskritik, Ideologiekritik, Kulturkritik, Kunstkritik, Literaturkritik, Medienkritik und Pressekritik benutzt Beutin für Beiträge zu kulturellen Themen. Die Sprachkritik unterscheidet er in bürgerliche Sprachkritik, konservative Sprachkritik, materialistische Sprachkritik, moralisierende Sprachkritik und normative Sprachkritik. (301) Die Arbeit Theorien des Sprachwandels von August Dauses ist in einer kritischen Übersicht aus dem Jahre 1990 nach den Themen untergliedert:

(1) Die physikalische Deutung mit den Begriffen Lautgesetz und seine Folgen Sprachwandel und Funktion mit den Begriffen die distinktive Funktion der Phoneme und die Funktion der grammatikalischen Zeichen,
(2) Struktur und System mit den Begriffen Integration, Isolation, Harmonie des Systems, Homogenität der Struktur, Analogie, Systemzwang, Schub, Zug
(3) Zusammenfassung der verschiedenen Systembegriffe und der Begriffe Analogie, Frequenz, Markiertheit, Vereinfachung, Ökonomie in Form von Lautwandel und Vereinfachung, grammatikalischem Wandel, Vereinfachung, der Begriffe Sprachwandel und Sprachbewußtsein in Form von Idealismus
(4) Zusammenfassung und Definition der Philologie als beschreibende und deutende Wissenschaft

Dauses schreibt über die Quellen von Termini der Sprachwissenschaft: "Auch ist bei der Wahl der Termini darauf zu achten, daß sie nicht unkritisch aus der Allgemeinsprache oder anderen Wissenschaften gewonnen werden [...]." (302) Die Begriffe der Kritik werden von Gelehrten in Abhandlungen zur Linguistik verwendet. Nach einer genealogischen Übersicht von Kuno Lorenz aus dem Jahre 1970 über die Arbeiten zur Analytische Philosophie und ihre Elemente in der Sprachkritik sind Vertreter der natural philosophy und Logik, Mathematik und Logik, Pragmatik und Ethik die Gelehrten Franz Brentano, Gottlob Frege, Charles S. Peirce, Bertrand A. Russel, Gregory H. Moore, Ludwig Wittgenstein, Rudolf Carnap, Friedrich Waismann, Nelson Goodman, Willard Orman van Quine, John Langshaw Austin und Peter Strawson. Unter den Linguisten wirkte Ferdinand de Saussure auf Johannes Hjelmslev, Edward Sapir auf Benjamin Whorf und Ernst Cassirer auf Bernhard Weisgerber. Unter den Semiotikern wirkte Charles Morris auf Skinner, die beide das Werk von Jerrold Katz und Noam Chromsky beeinflußten. (303)

Zurück zum Text  301. Beutin, Wolfgang: Sprachkritik, Stilkritik: Eine Einführung. Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1976. S. 8.

Zurück zum Text  302. Dauses, August: Theorien des Sprachwandels. Eine kritische Übersicht. Stuttgart 1990.

Vgl. zu den Begriffen die Abschnitte S. 11-20; S. 21-34; S. 35-50; S. 51-58; S. 59-70; S. 71-80; S. 81-86; S. 87-90. Zitat S. 35.

Zurück zum Text  303. Lorenz, Kuno: Elemente der Sprachkritik. Eine Alternative zum Dogmatismus und Skeptizismus. Frankfurt am Main 1970. S. 247

 

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Stand der letzten Aktualisierung: 4. Juli 2001
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