fachpublikation.de

Hauptseite fachpublikation.de

Verzeichnis aller Publikationen

Verzeichnis aller Autoren

Schlagwortverzeichnis

Dokumente kostenlos publizieren
 

Impressum fachpublikation.de

 

 

Prof. Dr. Fee-Alexandra Haase: Kritik


Die Einführung (introduction) der Schrift beschreibt die Fehler des falschen Urteils und kranken Urteilens und Schreibens in einem Abschnitt mit dem Hinweis in der Überschrift "That ītis is great a fault to judge ill, as to write ill, and more dangerous one to the public". Für die Erfindung des wahren Geschmacks beschreibt er in einem Abschnitt mit der Überschrift "That a true Taste is rare to be found, as a true Genius That most men are born with some Taste, but spoilīd by false Education" die Aufgaben von Begabung (Genius) und Erziehung (Education). Das Thema The multitude of critics, and causes of them behandelt Pope in den Versen 26 bis 45, die er zu einem Abschnitt zusammenfaßt. Das Studium und die Grenzen des Geschmacks behandelt er in einem Abschnitt mit der Überschrift "That we are to study our own Taste, and know the Limits of it" in den Versen 46 bis 67. Den Hinweis darauf, daß Natur als die beste Führerin des Urteiles gilt, die durch Kunst und Regeln verbessert wird, gibt er in der Überschriften "Nature the best guide of Judgement" zu den Versen 68 bis 87 und "Improvīd by art and rules, which are but methodisīd Nature" zum 88. Vers seines Gedichtes. Die Notwendigkeit von Regeln, die von einem Kritiker studiert werden müssen, wird im Abschnitt mit der Überschrift "Rules rerivīd from the practise are necessary to be studyīd by a critic, particularly Homer and Vergil" zu den Versen 140 bis 180 behandelt. Erlaubnisse beschreibt er nach dem Begriff Gebot - man denke an die licentia der Beredsamkeit - der Antike in einer Sentenz der Überschrift mit dem Titel "Of Licenses, and the use of them by the ancients" zu den Versen 140 bis 180. Weitere Quellen der Antike behandelt Pope in einem Kapitel mit der Überschrift "Reference due to the ancients, and praise of them" zum Vers 181. Im zweiten Teil des Gedichtes werden als Gründe, die dem wahren Urteil hinderlich sind, in einem Abschnitt zum 208. Vers mit der Überschrift "Causes hindering a true Judgment" der Stolz (pride), das mangelhafte Lernen (imperfect learning) im Vers 215.3. und das nur zum Teil ausgeübte Urteilen ohne Berücksichtigung des Ganzen (judging by parts, and not by the whole) in den Versen 233 bis 288 angegeben. Pope unterscheidet in die Kritiker des Verstandes, der Sprache und der Verslehre in einem Kapitel mit der Überschrift Critics in Wit, Language, Versification. Ihre Kennzeichen, zu schwer zu sein, um zu gefallen oder zu geeignet, um zu bewundern, sind in einer Sentenz als Titel für den Vers 384.5 mit der Überschrift "Being to hard to please, or to apt to admire" zusammengefaßt. Die Liebe zu einer bestimmten Person wird im Abschnitt in der Überschrift "Partiality -to much love to a sect, -to the ancients or moderns" im Vers 394.6 behandelt. Nach einem weiteren Kapitel mit der Überschrift Vorurteil oder Verhütung (prejudice or prevention) für den Vers 408.7. werden als Eigenschaften im Vers 424.8 die Einmaligkeit (singularity), die Unbeständigkeit (inconstancy) im Vers 430.9, der Parteigeist (party spirit) im Vers 452 und der Neid (envy) im Vers 466 und im Kapitel zum Vers 508 mit dem Titel "Against Envy, and in praise of Good-nature" behandelt. Strenge (severity) wird im Abschnitt mit dem Titel "When severity is chiefly to be used by critics" zum Vers 526 als Eigenschaft behandelt. Im dritten Teil verfaßt Pope die Regeln für die Zusammenführung der Eigenschaften bei einem Kritiker (rules for the conduct of manners in a critic), zu denen Aufrichtigkeit (candour) im Vers 563, die Maßhaltung (modesty) im Vers 566, die gute Erziehung (good-breeding) imVers 572 und die Aufrichtigkeit (sincerity) und Freiheit des Hinweisens (freedom of advice) im Vers 578.2. zählen. Die Frage, wann ein Plan zurückgezogen werden sollte, behandelt es im Abschnitt "When oneīs Counsel is to be restained" im Vers 584.

Auch Pope untersucht den Charakter des Autors. Pope beschreibt im 600. Vers den Charakter eines Dichters, den man nicht korrigieren kann (character of an incorrigible poet). Pope unterscheidet zwischen dem Charakter eines hartnäckigen Kritikers (of an impertinent critic) und dem Charakter eines guten Kritikers (character of a good Critic) in den Versen 610 und 629. Die Geschichte der Kritik (history of criticism) ist nach den Charakteren der besten Kritiker Aristoteles, Horaz, Dionysius Petronius, Quintilian und Longinus (characters of the best critics) in den Versen 645, 653, 665, 667, 670 und 675 in der Antike beschrieben. Die Epoche des Aufsteigens und die Wiederbelebung der Kritik in der Neuzeit (decay of criticism, and its Revival) repräsentieren Erasmus, Hieronymus, Vida, Boileau und Dillon Wentworth, der unter dem Namen Lord Roscommon publizierte, in den Versen 693, 705, 714 und 725. Moses Mendelssohns Rezension des Essay on the writing and genius of Pope von Warton macht Popes Werk in Deutschland bekannt. Einen Popes Essay ähnelnden Versuch finden wir in Gottfried Ephraim Müllers Werk Versuch einer Critik über die Deutschen Dichter aus dem Jahre 1737. Müller leitet mit Begriffen über die Eigenschaften des Dichters sein Werk ein. Es ist für die Bewertung von Dichtung in dieser Zeit ein reger Austausch von Korrespondenz zu finden, der diese Terminologie nutzt. So in dem Gedicht Die Ursachen der Kritik von Abraham Gottlold Kästner, der Alexander Pope zum Gegenstand seiner ironischen Beschreibung der Kritik in England macht:

Ein Dichter, welcher nicht fuer schlechten Poebel spielt,
Und im Gehirne Salz, im Busen Feuer fuehlt,
Witz und Verstand vereint,
Natur und Kunst verbindet,
Den man zwar oft gedenkt,
und dennoch selten findet:
Ein Dichter, der sich so
vom Schwarm der Reimer trennt,
Verdient auch nur,
daß man ihn einen Dichter nennt.
(347)
Die Ursachen der Kritik
Nein! sage mir, warum ich Popen schelte?
Fragt Thoughtleß jüngst den Spoetter Swift,
Der lacht, und sprach: Wenn meine Rede goelte,
Ich weiß gewiß, daß sie es trift:
Wenn England ihn verächtlich zu dir stellte,
Du lobest ihn mit Mund und Schrift.
(348)

Zurück zum Text  347. Bodmer, Johann Jakob: Vier kritische Gedichte von J[ohann] J[akob] Bodmer. Heilbronn 1883. [Reprint Nendeln/Liechtenstein 1968]. S. 48-61. Zitat S. 48.

Zurück zum Text  348. Kästner, Abraham Gotthold: Vermischte Schriften. Altenburg 1775. S. 200.

 

Seite zurück  Eingangsseite  Inhaltsverzeichnis  Seite vor  Graphiksonderzeichen-Version


Home | WorldWideBooks | imMEDIAtely


Stand der letzten Aktualisierung: 4. Juli 2001
Bei Fragen und Anregungen zu dieser Website wenden Sie sich bitte an: webmaster@fachpublikation.de