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Prof. Dr. Fee-Alexandra Haase: Kritik


Der Ausdruck Kritik findet sich im späten 18. Jahrhundert als Bezeichnung für eine in Journalen veröffentliche Schrift. Zu dieser publizistischen Gattung gehört die Freymüthige Kritik, die sich unter den Abhandlungen zur bildenden Kunst und Literatur, aber auch als politischer Kommentar in den Zeitungen der Aufklärung findet. Zu den Orten der Veröffentlichung von Rezensionen zu zeitgenössischen Schriften seit dem 18. Jahrhundert zählen die Göttingischen Gelehrten Anzeigen, die neben den Erlangischen Gelehrten Anzeigen, die seit dem Jahre 1743 erscheinen, und den Hannoverischen Gelehrte Anzeigen unter den Zeitschriften zur Beurteilung von wissenschaftlicher Literatur vertreten ist. Auch die Gelehrten Beytraege zu den Braunschweigischen Anzeigen, die Frankfurter Gelehrten Anzeigen, die Neuen Leipziger Gelehrten Anzeigen und die Erlangischen Gelehrten Anzeigen, in denen kurze und zur Verbesserung der Wissenschaften ausgearbeitete Materien publiziert werden, und die Gelehrten Beiträge zu den Braunschweigischen Anzeigen gehören zu diesen Journalen mit Rezensionen. Die Göttingische Gelehrten Anzeigen der Akademie der Wissenschaften in Goettingen haben seit dem Gründungsjahr 1751 Indexe mit einer Auflistung von Artikeln nach dem Ort der Veröffentlichung und dem Titel und Namen ihres Verfassers. Diese Rezensionen umfassen nach Themen der behandelten Schriften die Literatur der Antike mit Schriften antiker Verfasser, Werkzusammenstellungen verschiedener Autoren und Schriften zur Erforschung von antiken Werken wie philologische Werke und Schulbücher mit Veröffentlichungen zu Themen aus den Bereichen Kunst und Kultur der Antike behandelt die Rezensenten.

Zu den Briefen, die hier besprochen werden, zählen Privatbriefe von Zeitgenossen diversen Inhalts, Lehrbriefe, Briefe zur Kunst, Reisebriefe, Gelehrtenbriefe und Schriften zur Briefliteratur. Die Rezensionen zu Werken einzelner Personen umfassen ihre eigenen Schriften und biographische Darstellungen über diese Personen. Schriften zur Geographie umfassen Reisebeschreibungen von Ländern, Städten und Orten. Die Rezensenten behandeln neben außereuropäischer Geschichte historische Werke zur Geschichte Europas von der Antike bis zur Gegenwart unterteilt in Weltgeschichte, Geschichte, die nach Personen konzipiert ist, Universalgeschichte und vergleichenden Geschichte. Die Rezensionen behandeln auch Schriften zum Unterrichtswesen wie Werke über die Didaktik des Unterrichts und Unterrichtsinstitutionen, Darstellungen von unterrichtenden Institutionen, Lehrschriften zur Ausbildung, ethischen Bildung, Schulbücher und Schriften zur Bildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die hier besprochen werden. Unter das juristische Schrifttum fallen Abhandlungen zu Gesetzen von der Antike bis zu Schriften einzelner Personen in der Gegenwart. Zu den Rezensionen gehören Schriften zur Kunst und Kultur von der Antike bis zur Gegenwart, Schriften zu ihrer Theorie, Arbeiten über das Kunsthandwerk und Werke über private und öffentliche Kunstinstitutionen. Rezensiert werden auch Schriften zu Musik, Schauspiel und anderen Künsten. Vergleichende Schriften zur Literatur umfassen Sammlungen in Form von Anthologien, Monographien, Sammlungen von Autoren und historische Darstellungen zur Literatur, Sprache und Schrift bis zu Autoren der Gegenwart. Theologische, religionsgeschichtliche, naturwissenschaftlichen, philosophische Literatur und medizinische Schriften mit Darstellungen zum Heilkundewesen werden von den Autoren der Artikel besprochen, die Angehörige der Universität Göttingen sind. Politisches und gesellschaftliches Schrifttum sind Schriften von und über Staatsinstitutionen und Schriften über politische Ereignisse, zeitgenössisches Schrifttum über Gesellschaft, Staat und Politik, Staatsschriften, Schriften über Universitäten und Schriften zum Universitätswesen. Rezensionen von Schriften über Akademien, Gesellschaften und Seminare von einzelnen Universitäten sind ebenfalls vertreten. Schriften über Bibliotheksbestände, Buchverzeichnisse, philosophische Literatur und Periodika zur Bildung und Unterhaltung werden neben enzyklopädischem Schrifttum, Katalogen Kalendern, Jahrbüchern, Annalen und Chroniken hier in Rezensionen abgehandelt. Kritisches Wörterbücher und kritisches Lexikon (Lexicon criticum) sind Bezeichnungen für Vertreter von Werken, die in den Göttingischen Gelehrten Anzeigen behandelt werden. Die Göttingischen gelehrten Anzeigen rezensieren unter diesem Titel Schriften wie das Kritische Wörterbuch von Pierre Bayle, das Historische Wörterbuch und das im Jahre 1778 publizierte Historisch-kritische Wörterbuch für Theologen. (577)

Zurück zum Text  577. Rezensiert in: Göttingische Gelehrte Anzeigen. 1780. S. 1113.

Rezensiert in: Göttingische Gelehrte Anzeigen. 1778. S. 1165-1166.
 

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Stand der letzten Aktualisierung: 4. Juli 2001
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