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Prof. Dr. Fee-Alexandra Haase: Kritik Der Gedanke der Gelehrtenrepublik wird auch in der Zeit vor der Revolution im Jahre 1848 im Jungen Deutschland behandelt. Im Vorwort zu Georg Herweghs Schrift Gedichte und kritische Aufsätze aus den Jahren 1839 und 1840 schreibt der Verlag im Juni 1845 über die kritische Zergliederung von Zeitgenossen: "Mit unerbittlicher Schärfe kritischer Zergliederung wühlen die Jünger einer neuen philosophischen Schule in den Eingeweiden des gesellschaftlichen Organismus." (656) Herwegh behandelt hier das Verfahren des poetischen Beweises, das Karl Gutzkow anwendet. (657) Davon, den Dichter zu entschuldigen, spricht er im Aufsatz Der Mangel der politischen Bildung bei den deutschen Litteraten. (658) In der Abhandlung Dichter und Staat nennt er den ächten Dichter einen Demokraten nach dem Vorbild Platons und bemerkt zur Literatur der Gegenwart: "Die Literatur ist jetzt die zweite Macht im Staate geworden". (659) Die Begriffe Litteraturgeschichte und Geschichte der Literaturkritik werden von Autoren in der Moderne für ihre Werke genutzt. Robert Wirths Abhandlung Beiträge zur Kritik der Erklärung Hölderins behandeln im Jahre 1886 unter dem Begriff Concept den Aufbau der Ode Tod fürs Vaterland von Friedrich Hölderlin in der Romantik. (660) Karl Borinskis Schrift Die Poetik der Renaissance und die Anfänge der literarischen Kritik in Deutschland aus dem Jahre 1886 handelt über die ersten Spuren der Poetik der Renaissance in Deutschland, die Einführung der Poetik in der Renaissance durch Opitz, die Poetik der Fruchtbringenden Gesellschaft nach der Zunftpoetik, den Poetenkünsten und die Literatur der Franzosen. (661) Borinski nennt im Vorwort für seine Methoden die Begriffe kritische Litteratur der Zeit, moderne litterarische Kritik und die Entwicklungsstadien der modernen Kritik. (662) Borinski beschreibt Pierre Corneille, den Verfasser des Werkes LŽimitation de Jesus-Christ, als den "ersten Märtyrer der Kritik, der ihr Kreuz willig auf sich nahm und so allen Dichtern ein heroisches Beispiel gab." (663) Die Schrift Zur neueren und neuesten Litteraturgeschichte wird von Michael Bernay in Berlin im Jahre 1899 gedruckt. Bernay behandelt Beiträge zum deutschen Drama und Theater von den Autoren Friedrich Haase, Friederike Goßmann, Friedrich Hebbel, Heinrich Kruse und die neueste Litteratur von Emanuel Geibel, Herman Lingg, Eduard Mörike, Karl Immermann und Jakob Grimm. Bernays Schriften zur Kritik und Literaturkritik erscheinen in den Jahre 1898 und 1899. Seine Lehre von den Citaten und Noten, die in die Geschichte der deutschen Dichtung seit Gervinus einführt, behandelt die abschließende Frage Kritische Noten unter oder hinter den Text?, zu der er festellt: "Sei es uns Pflicht, im Text das Nothwendige, in den Anmerkungen der Gehörige und Schickliche zu sagen." (664) Vgl. die Begriffe in den Abschnitten S. 1-55; S. 56-114; S. 115-180; S. 247-304; S. 305-384.
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