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Prof. Dr. Fee-Alexandra Haase: Kritik Die Universalbibliotheken behandeln Werke aus den Gebieten der Wissenschaften in einer Gliederung der Reihenfolge (ordo) des Verkaufes (vendoris) ihres Bestandes. So die Bibliothek eines Gelehrten, deren Katalog im Jahre 1742 Werke von mehreren Disziplinen enthält. (1104) Die Philologische und kritische Bibliothek erscheint in Leipzig in den Jahren 1770 bis 1772 und wird forgesetzt durch die Neue philologische und kritische Bibliothek. Die Reihe Critische Bibliothek wird in Leipzig in den Jahren von 1749 bis 1755 als erste Zeitschrift der Kritik mit einer nicht eindeutig auf ein Wissenschaftsgebiet begrenzte Thematik publiziert. Im Jahre 1743 trägt die Bibliotheca critica von Jakob Friedrich Reimmann den zusätzlichen Titel Bibliotheca historiae litterariae critica, eaque generalis mit dem Untertitel in qua libri ad historiam literariam generalem spectantes, et bibliothecae Reimannianae partem facientes. Den veröffentlichten Artikeln (articles) des ersten Bandes geht ein Avertissement zu den Werken der Kritik und Literatur voraus: "On se propose entrŽ autres, de parler ici de ces excellens ouvrages de litterature & de critique, qui ont paru depuis quŽon a vû renaître les Belles Lettres." (1105) Dem Werk ist ein Vorwort über Reimanns Systemata criticum exciret, quo caruerunt adhuc Musarum filii, & quod mirum in modum omnes exoptarunt vorangestellt. (1106) Auch im Werk Schediasma de Jacobi Friderici Reimanni Catalogo systematico-critico wird über die Kritik (Critica) vermerkt, daß Kritik dann sich nicht wegen Mangels mühen muß, wenn ein neuer Zensor überzeugt: "Nec tanta laborat inopia Critica, quantam novus Censor sibi persuadet." (1107) Bücherverzeichnisse ermöglichen Überblicke über Fachgebiete. Von Theophil Sincer erscheint die Schrift Notitia historico-critica librorum veterum rariorum seit dem Jahre 1753 als ein wöchentliches Verzeichnis von Büchern. Von Georg Schwindel erscheint die Bibliotheca historico critica librorum opusculorumque variorum et rariorum von Theophil Sincer im Jahre 1736 mit dem deutschen Untertitel oder Analecta litteraria von lauter alten und raren Büchern und Schriften in Nürnberg. Die Kritischen Sammlungen zur Neuesten Geschichte der Gelehrsamkeit werden von Adolf Friedrich von Reinhard in den Jahren 1774 bis 1784 herausgegeben. Für die Dokumentation von Arbeiten zur Lehre an Schulen wird die Kritische Bibliothek für das Schul- und Unterrichtswesen von Gottfried Seebode im Jahre 1820 herausgegeben. Dieses Werk umfaßt nach Plan und Nachricht Schriftquellen zur Pädagogik, Alterthumswissenschaft der Klassischen Litteratur der Griechen und Römer, Mathematik und Naturwissenschaften, Religionsschriften, Geschichte, Geographie, Literaturgeschichte, zur deutschen, französischen, englischen und italienischen Sprachkunde und Literatur und Werke zur philosophischen, theologischen, hebräischen Sprachkunde und Schriften zum Volksschulwesen. Im Jahre 1829 wird in diesem Werk die Maxime vermerkt: "Gesetz dieses Instituts sind Gründlichkeit, Unparteilichkeit und Humanität." (1108) Das Gelehrtenlexikon nutzt Themen und Verfahren der Kritik zur Behandlung von biographischen Daten. Johann Benedict Scheibens Abhandlung Freymüthige Gedancken aus der Historie, der Critic, und zumahl der Litteratur erscheint nach der Erstausgabe im Jahre 1734 in einer zweiten Auflage in Frankenthal an der Werra im Jahre 1737. Die Fortsetzung der Freymüthigen Gedancken aus der Historie, Critik und Literatur wird im Jahre 1741 veröffentlicht. Ein historisch-kritisches Lexikon mit dem Titel Novum lexicon historicum et criticum antiquae romanae literaturae deperditae vel latentis ac romanorum eruditorum qui ea floruerunt ab urbe condita ad Honorii Augusti interitum erscheint von Matthias Aimerich mit dem Untertitel Accedunt nonnullae dissertationes et multa in Bassani im Jahre 1787. In der Schweiz wird der Versuch eines critischen Verzeichniß aller Schriften, welche die Schweiz angehen von Gottlieb Emanuel von Haller in Bern im Jahre 1759 publiziert.
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