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Prof. Dr. Fee-Alexandra Haase: Kritik


4.3 Die Vermittlung von Formen und Elementen der Kritik

Ziel der Konzeption der nach Begriffen ein Textkorpus strukturierten Arbeit war es, durch Vergleiche historischer Begriffe in Texten, die als Repräsentanten für die Literatur in einer Epoche dienen, Ausschlüsse über die Funktionen von Kritik und ihre Geschichte zu bekommen. In der vorliegenden Abhandlung wurden Beispiele aus Quellenschriften für die historische Überlieferung von Kritik untersucht. Die entsprechenden Begriffe für die Kritik sind in Form von Dokumenten von Verfassern genutzt und weiter vermittelt worden. Dieses Verfahren der Vermittlung von Wissen durch Kritik geht für den Verfasser einher mit der Auswahl einer Form der Beschreibung ihrer Themen und der geschichtlichen Stellungen literarischer Formen, Gattungen und ihrer interpretierenden, korrespondierenden und kommentierenden Funktionen in den Quellenschriften der Kritik. Es werden seit der späten Neuzeit als Quellen zur Dokumentation der jeweiligen historische Bedeutung von Kritik Lexikonartikel, monographische Schriften einzelner Autoren, Artikel in Zeitschriften, Gelehrtenjournale und gedruckte Briefe für die Überlieferung dieser Terminologie genutzt. Als Form für die Überlieferung dienen Drucke von Texten, Kunstwerke wie Gemälde und Graphiken, die Literatur rezipieren, und neue Medien wie Fernsehen und Hörfunk. Kombinationen von Medien sind auch in Allegorien der Kritik in Texten mit Bildern sind auch unter den Formen anzutreffen.

Diese Arbeit diente als Ansatz für eine Methode zur Dokumentation der Schriften zur Kritik. Zur Untersuchung zählt das Verfahren der Erschließung von Begriffen der Kritik in Stellen von Werken. Die entsprechenden Quellenzitate dieser Untersuchung sind in Fußnoten zu den Stellen der zitierten Quellen und ihre Schriften im Anhang dokumentiert. Das Korpus dieser Texte bestand aus ausgewählten Schriften verschiedener Themen des Zeitraumes von der Antike bis zum Jahre 2000. Die Begriffe zur Bezeichnung von Kritik sind in diesen Texten durch Worte repräsentiert, die einem historischen Wortschatz in einer Epoche zuzuordnen sind. Diese Worte wurden nach einzelnen Fundstellen, der fachlichen Herkunft ihrer Quelle und dem Ort des Mediums, in dem sie verbreitet wurden, literarischen Gattungen zusammen mit der Nennung des Namen ihres Autors gestellt. Die historischen Ausdrücke und Einzelworte von Begriffen, die von Künsten und Wissenschaften für die Bezeichnung von Anwendungsgebieten der Kritik herangezogen wurden, sind grundlegende Bestandteile für den Darstellung von historischen Entwicklungen in dieser Untersuchung. Mittels eines Vergleichs von Einzelworten und Ausdrücken für die Bezeichnungen von Kritik in diesen Texten erschließen sich die Formen, Funktionen und literarischen Gattungen von Kritik.

Eine Analyse von historischen Begriffen wurde durch den Vergleich der literarischen Elemente in den Quellen in Form von Ausdrücken und Worten ermöglicht. Durch diese Kriterien des Materials bei der Betrachtung von deutschsprachigen, englischen, französischen, italienischen, griechischen und lateinischen Schriften wurden auch die Grenzen der Kritik als ein Prinzip von Literatur und Sprache zwischen Nachahmung des behandelten Gegenstandes und Terminologie ihrer eigenen Geschichte aufgezeigt. In einer zukünftigen nach Epochen, Vertretern und Gegenstand der Kritik konzipierten Untersuchung sollten auch historische Bezeichnungen für die übergeordneten Formen von diesen literarischen Ausdrücken für die Begriffe wie kritische Gattungen in den literarischen Quellen aufgezeigt werden. Die interdisziplinäre Verwendung von Kritik macht es auch erforderlich, Theorien zur Literatur, Sprache und neuen Medien mit in historischen Untersuchungen einzubeziehen. Eine derartige Analyse von Dokumenten der Kritik nach einheitlichen Kriterien für ihre Begriffe ist ein Beitrag zu einem erweiterten literarischen Gattungssystem zur Ergänzung der traditionellen Gattungsgeschichte der Literatur nach Aristoteles. Das Rüstzeug dazu liegt auf der Hand: Die entscheidenden Stellen von Schriften der behandelten Autoren machen die historischen Veränderungen von Worten und Ausdrücken als Hinweis auf eine veränderte Bedeutung dieser Begriffe als Kriterien für Methoden bei der Bildung von Theorien der Kritik in dieser Arbeit offensichtlich.

 

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Stand der letzten Aktualisierung: 4. Juli 2001
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