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Dr. Rainer Hering: Archive in Hamburg.


Neben dem Staatsarchiv gibt es in Hamburg eine ganze Reihe von Archiven, Dokumentationen und vergleichbaren, kleineren Einrichtungen, auf die in diesem Rahmen nicht im einzelnen eingegangen werden kann. Genannt seien hier stellvertretend:

- die Parlaments-Dokumentation der Bürgerschaft mit dem Parlamentsarchiv, der Parlamentskundlichen Fachbibliothek und der Presse- und Literaturdokumentation

- kirchliche Archive, wie das des Kirchenkreises Alt-Hamburg, das des Erzbistums Hamburg, das des Rauhen Hauses und das des Evangelischen Missionswerkes

- das Archiv der Handelskammer

- Wirtschaftsarchive, z.B. das der Deutschen Afrika Linien GmbH, der EDEKA-Zentrale AG und des EDEKA Verbandes kaufmännischer Genossenschaften, des Otto-Versandes, der Hanseatische Ersatzkasse, der Hamburg-Mannheimer Versicherung, der Hamburgischen Elektrizitätswerke, der Beiersdorf AG und der Deutschen Unilever GmbH sowie das Körber-Archiv

- das HWWA-Institut für Wirtschaftsforschung

- Pressearchive, z.B. des Norddeutschen Rundfunks, der Verlage Axel Springer, Gruner und Jahr, Heinrich Bauer, des Jahreszeiten-, Zeit- und Spiegel-Verlages

- Stadtteilarchive

Die Zukunftsausichten der Archive sind in vielem denen der Bibliotheken vergleichbar: Der finanzielle - und damit auch der personelle - Spielraum wird aufgrund der Haushaltslage ihrer Träger enger. Zugleich werden die zu lösenden Probleme zahlreicher: Die Menge der zu bewertenden und zu archivierenden Unterlagen wird immer größer, zudem bieten Behörden, um Raumkosten zu sparen, ihre Unterlagen immer früher dem Staatsarchiv an, so daß die zeitliche Distanz zwischen der endgültigen Entstehung der Akte und der Bewertung immer kürzer wird. Ein gravierendes Problem stellt die Erhaltung der Unterlagen dar, vor allem die der säurehaltigen Papiere. Millionen Blatt Papier müßten konservatorisch bearbeitet und/oder auf Mikrofiche verfilmt werden, doch fehlen hier die finanziellen Mittel. Archivalien sind, wie schon gesagt, überwiegend Unikate. Wenn sie nicht erhalten werden, stehen bestimmte Informationen künftig nicht mehr zur Verfügung. Schon jetzt können Unterlagen nicht mehr vorgelegt werden, weil es ihr Erhaltungszustand nicht zuläßt.

Ein weiteres Problem stellt die langfristige Archivierung elektronischer Datenträger dar, weil durch den rasanten technischen Fortschritt die Lesbarkeit elektronisch gespeicherter Informationen nach einem längeren Zeitraum kaum gewährleistet werden kann. Der Trend in der öffentlichen wie in der privatwirtschaftlichen Verwaltung soll in Richtung auf ein "papierloses Büro" gehen. Wie die langfristige Erhaltung - Archive müssen in Jahrhunderten denken - dieser Informationen sichergestellt werden soll, muß sich noch zeigen. Auf jeden Fall stehen Bibliotheken und Archive vor ähnlichen Problemen, die bei aller Unterschiedlichkeit in ihren Aufgaben nur gemeinsam gelöst werden können.

 

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Stand der letzten Aktualisierung: 7. Juni 2002
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