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Horst-Peter Zeinert: Bewertung im Kunstunterricht


DAS PROBLEM DER BEWERTUNG UND DIE

BEWERTUNGSFRAGE IN DER PÄDAGOGISCHEN LITERATUR

1 VORBEMERKUNG

Mit dem folgenden Beitrag wird versucht, für die bisher an Datenmaterial entwickelte Bewertungspraxis eine wissenschaftstheoretische Positionsbestimmung vorzunehmen, die insbesondere historisch-soziale Bedingtheiten von Erkenntnissen und Urteilsleistungen, aber auch die rechtlich-pädagogische Situation des Lehrenden verdeutlicht bzw. berücksichtigt.

Der Gedankengang konzentriert sich dabei auf die Verschränkungen unterschiedlicher Dimensionen im Werturteilsbegriff, die im pädagogischen Handlungsbezug gleichzeitig und korrelativ wirksam werden.

Ihre Bedeutung für die Etablierung der traditionellen Bewertungssysteme wird schrittweise definitorisch herausgearbeitet und einer kritischen Revision unterzogen. Hierfür war der Rückgriff auf diverse Quellen nötig, die kein einheitliches Wissenschaftsverständnis aufzeigen.

Der Autor sieht sich keiner Position der herangezogenen Literatur verpflichtet, wenngleich sich partiell Übereinstimmungen, Berührungen oder Parallelen ergeben.

Historie, Rechtsgedanken, philosophischer Dualismus, Wertphilosophie, Parteilichkeit, Dialektik u. ä. werden nicht als eigenständige Bereiche oder Aussagensysteme betrachtet, sondern als Dimensionen eines erst im dialogischen Prinzip zu verwirklichenden Urteilsvorgangs, der mit einem Werturteil abschließt. Schulisches Bewerten ist demselben Prinzip unterworfen. Es leistet v.a. gegenüber anderen Prinzipien zweierlei:

1 die Untrennbarkeit von rationalen und irrationalen Faktoren im Urteils- bzw. Entscheidungsprozeß,

2 die Anerkennung des Subjektiven als Wert in einem derartigen Prozeß.

Ziel der Urteilsfindung nach dem dialogischen Prinzip wird demnach eine Balance zwischen rationalen und irrationalen sowie zwischen subjektiven und objektiven Teilen im Urteil sein, die von den Dialogpartnern sichtbar zu machen und in gegenseitiger Anerkennung zu vertreten ist.

 

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Stand der letzten Aktualisierung: 12. März 2004
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