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Horst-Peter Zeinert: Bewertung im Kunstunterricht


Zu den stets wiederkehrenden Fragestellungen gehören:

  1. Die Gerechtigkeit von Bewertungen
  2. Die Objektivierung der Beurteilungsgrundlagen
  3. Die Vergleichbarkeit von Zensuren
  4. Die sog. Beurteilungsfehler der Beurteiler
  5. Die strenge und milde Zensierung
  6. Die allgemeine Kritik der Notengebung
  7. Die Selbsteinschätzung der Schüler
  8. Die Stabilität der Schülerleistung
  9. Die Validität der Messung

J. SIEVERING ist mit Bezug auf empirisch gewonnenes Datenmaterial aus dem Zeitraum von 1952 bis 1966/67 (1.-4. Schuljahr) der folgenden Frage nachgegangen: „Wie sieht das Verfahren aus, welches heute dem Lehrer helfen kann, zu einer objektiveren, das heißt gerechteren Beurteilung zu kommen?" (117)

Trotz einer beachtlichen Übereinstimmung zwischen Lehrerbeurteilungen, die im Rahmen einer (ersten deutschen) Längsschnittuntersuchung mit insgesamt 1000 Beurteilungen festgestellt wurde, ist die Anzahl der hierbei hervorgetretenen Unsicherheiten, Widersprüche, Abweichungen, Einflußgrößen ebenso auffällig.

Bei der Suche nach geeigneteren Beobachtungs-, Meß- und Feststellungsverfahren zur Objektivierung der Lehrerbeurteilung konnte durch größere Untersuchungen hierfür die besondere Eignung von Rating-Skalen nachgewiesen werden. (118) Für die Schule kommt SIEVERING zu der Empfehlung:

1 Die qualitative Beurteilung sollte durch Rating-Skalen erfolgen,

a weil diese … nach dem heutigen Stand der Wissenschaft (ca. 1970) die bestmöglichen (qualitativen) Beurteilungen erlauben, relativ einfach zu handhaben und ökonomisch sind;

b weil sie die Möglichkeit bieten, qualitative Beurteilungen zu ‚quantifizieren" und vergleichbar zu machen …

1 Die Rating-Skalen sollten nach Möglichkeit fünf-skalig sein …

a weil für fünf Skalen-Punkte eine eindeutige klare begriffliche Kennzeichnung auch hinsichtlich der Abstufungen relativ leicht gefunden werden kann …

b weil die Fünfer-Skala übersichtlicher ist als größere Skalen und sich somit für solche Gegebenheiten anbietet, wo ein Beurteiler viele Menschen (Kinder) beurteilen muß; weil Beurteiler … mit dieser ‚Grob-Skala" (Fünfer-Skala) zwar gröbere, dafür
a aber sicherere Beurteilungen abgeben können
b weil eine Erweiterung der Beurteilungsgrundlagen durch Erfragung des gleichen Merkmals in unterschiedlichen ‚Situationen" erfolgen kann." (119)

Die Bewertung mit Hilfe von Rating-Skalen verspricht demnach Vorteile unter den drei Gesichtspunkten:
Gerechtigkeit,
Objektivierung,
Vergleichbarkeit.

Zurück zum Text  117. Probleme der Beurteilung - vornehmlich der Schülerbeurteilung - Reihe: Henn"s Pädagogische Taschenbücher, o.O. u.o.J. S.6, Ziff. 5.

Zurück zum Text  118. Vgl. dazu: R. WEGNER, „Ratingmethoden", in: J. VAN KOOLWIJK und M. WIEKEN-MAYSER (Hg.) a.a.O. S. 103. K. HOLM (Hg.), Die Befragung l, München, 1975. J. FRIEDRICHS, Methoden empirischer Sozialforschung, Reinbek bei Hamburg, 1. Aufl., 1973, 2. Aufl., 1974.

Zurück zum Text  119. J. SIEVERING a.a.O. S. 256 f.

 

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Stand der letzten Aktualisierung: 12. März 2004
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