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Dr. Claudia Bechteler: Versuche zur Immunisierung von Garnelen (Penaeus monodon) gegen Vibrioneninfektionen


3.2.3.1.2 Morphologie, Wachstumsverhalten und Verwertung organischer Kohlenstoffverbindungen

Zur näheren Identifizierung und Charakterisierung der Feldstämme wurden eine weitere morphologische Untersuchung (Koloniefärbung) sowie zwei Versuche zum Wachstumsverhalten (Ausbreitungsfähigkeit in festem Medium, Wachstum bei 4 C) durchgeführt. Zusätzlich wurde die Verwertung von 15 organischen Kohlenstoffverbindungen getestet. Für die Beimpfung der Testmedien wurden Einzelkolonien verwendet, die über Verdünnungsausstriche auf MA gewonnen wurden.

Koloniefärbung. Manche Vertreter der Gattung Vibrio weisen eine charakteristische Koloniefärbung auf. In diesem Versuch wurde kontrolliert, ob einige der zu identifizierenden Feldstämme diese Eigenschaft ebenfalls besitzen. Zur Testdurchführung wurden MA-Platten in 2 Parallelen beimpft und unter aeroben Bedingungen bei 27 C inkubiert. Nach einer Inkubationszeit von 4 Tagen wurde die Koloniefärbung festgestellt: rot (r), gelborange (g), blauschwarz (b), weißlich (-).

Ausbreitung (swarming) in festem Medium. Die Frage, ob die Feldstämme in der Lage sind, sich in festem Medium auszubreiten, wurde untersucht, indem MA-Platten in 2 Parallelen zentral im Stich beimpft und unter aeroben Bedingungen bei 27 C inkubiert wurden. Nach 4 Tagen Inkubationszeit wurde der Versuch ausgewertet: swarming (+), kein swarming (-).

Wachstum bei 4 C. Das Wachstumsvermögen der Feldstämme bei niedriger Temperatur wurde ebenfalls auf MA überprüft. Für den Versuch wurden die Platten in 3 Parallelen beimpft und unter aeroben Bedingungen bei 4 C inkubiert. Die bei tiefer Temperatur verringerte Stoffwechselaktivität der Bakterien wurde durch eine längere Inkubationszeit (14 Tage) kompensiert. Das Wachstum wurde danach bewertet, ob sich die Bakterien in dieser Zeit makroskopisch sichtbar vermehrt hatten (+) oder nicht (-).

Verwertung organischer Kohlenstoffverbindungen. Die Fähigkeit, bestimmte organische Kohlenstoffverbindungen zu verwerten, wurde getestet, indem die Bakterienstämme in drei Parallelen auf ein festes Mineralgrundmedium überimpft wurden, dem eine definierte Menge der zu prüfenden organischen Kohlenstoffverbindung als alleinige C-Quelle zugesetzt worden war. Jeder Stamm wurde außerdem auf ein Mineralgrundmedium ohne C-Quelle überimpft (Negativkontrolle). Anschließend wurden die Platten unter aeroben Bedingungen bei 30 C 10 Tage inkubiert. Die trotz höherer Temperatur relativ lange Inkubationszeit war notwendig geworden, nachdem die Bakterien auf dem für sie ungewohnten Medium nur sehr langsam angewachsen sind. Zu Versuchsende wurde die Verwertung der organischen Kohlenstoffverbindungen wie folgt beurteilt: Wachstum aller drei Parallelen (+), Wachstum aller drei Parallelen nicht stärker als bei der Negativkontrolle (-), ein oder zwei Parallelen zeigen ein Wachstum, die übrigen dagegen keines (d).

Die Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen sind in den Abb. 4 (Reaktionen der Feldstämme) und 5 (Reaktionen der Referenzstämme) dargestellt. In die Abb. 5 wurden zum Vergleich die Ergebnisse entsprechender Untersuchungen von Baumann, Furniss und Lee (1984) aufgenommen. Die Autoren fassen die Reaktionen von 15 getesteten V. vulnificus-, 134 V. parahaemolyticus-, 38 V. alginolyticus-, 20 V. anguillarum I- und 5 V. anguillarum II-Stämmen zusammen. Die Vergleichbarkeit ist jedoch geringfügig eingeschränkt, da die Versuchsbedingungen teilweise leicht variieren.

Die Feldstämme (Abb. 4) wiesen in den hier durchgeführten Untersuchungen weder eine Koloniefärbung auf noch waren sie in der Lage, sich bei 4 C zu vermehren. Laktose, Melibiose, D-Xylose, Salicin und D-Galakturonat wurden von keinem, L-Arabinose nur von einem einzigen Stamm (9478) verwertet. Im Gegensatz dazu wurden D-Fruktose, D-Glukose, Maltose, D-Mannose, D-Ribose und Trehalose von allen Feldstämmen verstoffwechselt. Bei den übrigen Testergebnissen (swarming, Verwertung von Cellobiose, D-Galaktose und Saccharose) bestehen größere Unterschiede zwischen den Stämmen. In zwei Fällen (9481/Saccharose, 9485/D-Ribose) konnte kein eindeutiges Ergebnis erzielt werden.

 

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Stand der letzten Aktualisierung: 21. November 2005
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