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Dr. Claudia Bechteler: Versuche zur Immunisierung von Garnelen (Penaeus monodon) gegen Vibrioneninfektionen


Die Referenzstämme (Abb. 5) zeigten keine Koloniefärbung und kein Wachstum bei 4 C. Lediglich ein Stamm (2035/V. alginolyticus) besaß die Fähigkeit, sich in festem Medium auszubreiten. Laktose, Melibiose, D-Xylose, Salicin und D-Galakturonat konnten von keinem der fünf Referenzstämme, D-Fruktose, Maltose, D-Ribose und Trehalose dagegen von allen verwertet werden. D-Glukose wurde nur von 2034 (V. parahaemolyticus II), D-Galaktose und D-Mannose von 2035 (V. alginolyticus) nicht verstoffwechselt. Die restlichen Testergebnisse (Verwertung von L-Arabinose, Cellobiose und Saccharose) unterscheiden sich stärker voneinander. Die Ergebnisse stimmen weitgehend mit den Untersuchungen von Baumann, Furniss und Lee (1984) überein. D-Glukose kann dort aber von allen Stämmen, D-Galaktose, D-Mannose und Trehalose nur von V. anguillarum II nicht verwertet werden. Laktose wird in einigen Fällen von V. vulnificus verstoffwechselt.

In Abb. 6 sind die Anzahl der Abweichungen beim Vergleich zwischen den Referenzstämmen und den entsprechenden Stämmen nach Baumann, Furniss und Lee (1984) aufgelistet, in Abb. 7 zwischen den Feld- und den Referenzstämmen bzw. den Stämmen nach Baumann, Furniss und Lee (1984). Das bei einigen Stämmen in den Wiederholungen beobachtete teils positive, teils negative Ergebnis (d) erschwert die Interpretation. Eine Übereinstimmung der Spezies wird angenommen, wenn der Feld- oder Referenzstamm ein +" oder -", der Vergleichsstamm aber ein d" hat. Im umgekehrten Fall, das heißt, wenn der Feld- oder Referenzstamm ein d", der Vergleichsstamm aber ein +" oder -" hat, ist das Symbol d" für eine Abweichung in Klammern gesetzt.

Beim Vergleich der Referenzstämme mit den entsprechenden Stämmen nach Baumann, Furniss und Lee (1984; Abb. 6) erkennt man, daß die Reaktionen der Referenzstämme 2032, 2033 und 2035 mit der Literatur übereinstimmen. Obwohl bei 2033 und 2034 von V. parahaemolyticus ausgegangen wird, verhält sich 2034 anders, sowohl im Vergleich zu 2033 als auch zu Baumann, Furniss und Lee (1984). Der Referenzstamm 2036 reagiert zwar wie V. anguillarum I, zeigt aber große Unterschiede zu V. anguillarum II. Der Vergleich bestätigt die Zuordnung der Referenzstämme 2032, 2033 und 2035 zu V. vulnificus, V. parahaemolyticus bzw. V. alginolyticus. Bei 2036 handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um V. anguillarum I. Die Identifizierung des Referenzstammes 2034 ist unsicher. Das könnte seine Ursache in dem beobachteten sehr schlechten Wachstum dieses Stammes auf dem Mineralgrundmedium mit Kohlenstoffzusatz haben. Er wird bei der Identifizierung der Feldstämme daher nicht mehr berücksichtigt.

Abb. 6: Zahl der Abweichungen zwischen den Referenzstämmen und den Stämmen nach Baumann, Furniss und Lee (1984)

Referenz-
stamm
Vergleichsstämme nach Baumann, Furniss und Lee (1984)
Vibrio
vulnificus
Vibrio
parahaem.
Vibrio
alginolyticus
Vibrio
anguillarum I
Vibrio
anguillarum II
2032 0        
2033   0      
2034   1 (2d)      
2035     0    
2036       0 5

Vibrio parahaem. = Vibrio parahaemolyticus

Interpretiert man die Anzahl Abweichungen zwischen den Feldstämmen und den Stämmen nach Baumann, Furniss und Lee (1984; Abb. 7), kommt man zu folgenden Schlußfolgerungen: Bei den Feldstämmen 9471 bis 9479, 9482 bis 9484 und 9487 handelt es sich mit ausreichender Wahrscheinlichkeit um V. alginolyticus, bei 9480 um V. vulnificus, bei 9481, 9485 und 9490 um V. parahaemolyticus. Eine Zuordnung der Stämme 9486 und 9489 ist nicht möglich, da sie dieselbe Anzahl Übereinstimmungen mit V. parahaemolyticus und V. alginolyticus bzw. mit V. vulnificus und V. anguillarum I besitzen. Beim Vergleich der Feld- mit den Referenzstämmen sind die Abweichungen größer und die Zuordnung nicht immer eindeutig. Eine Ausnahme bildet der Feldstamm 9480 im Vergleich zum Referenzstamm 2032 (V. vulnificus). Festgestellt werden konnte außerdem, daß sich die Reaktionen der Stämme 9471 bis 9477 sowie die der Stämme 9479, 9483, 9484 und 9487 in allen Tests entsprechen. Insgesamt ist festzuhalten, daß die Zuverlässigkeit der Ergebnisse der hier durchgeführten Untersuchungen nicht die von Baumann, Furniss und Lee (1984) erreichen kann, da dort die Reaktionen von jeweils mehr als einem Bakterienstamm in die Ergebnisse eingingen.

 

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Stand der letzten Aktualisierung: 21. November 2005
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