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Dr. Claudia Bechteler: Versuche zur Immunisierung von Garnelen (Penaeus monodon) gegen Vibrioneninfektionen


Nach einer Behandlung mit der Impfstoffkonzentration von 0,25 % geht die Überlebensrate der Versuchstiere bereits im zweiten Monat stärker zurück. Für diesen Abfall ließ sich keine Erklärung finden. Da ein natürliches Challenging mit Vibrioseerregern erst nach ca. 2 bis 3 Monaten auftrat (diagnostizierter Vibrioseausbruch), ist das Ergebnis der dritten Ernte von besonderem Interesse, weil sich erst hier eine Wirkung des Vibrioseimpfstoffes herausstellen kann. Bei einer Impfstoffkonzentration von 0,5 % übersteigt die Überlebensrate nach 3 Monaten die der anderen Impfvariante und der Kontrollgruppe hochsignifikant. Dieses Ergebnis zeigt, daß der getestete Impfstoff Penvax I für die auf den Garnelenfarmen übliche Produktionsdauer wirksam war. Trotzdem nimmt die Überlebensrate auch hier im Verlauf der 3 Monate insgesamt leicht ab.

In Diagramm 17 ist die Gewichtsentwicklung der Versuchstiere dargestellt. Das Durchschnittsgewicht nimmt bei beiden Impfvarianten und bei der Kontrollgruppe zu. Nach 3 Monaten ist das Durchschnittsgewicht der mit einer Impfstoffkonzentration von 0,5 % behandelten PL am höchsten. Die festgestellten Unterschiede zwischen den Versuchsgruppen sind zufallsbedingt.

Diagramm 17: Einfluß unterschiedlicher Impfstoffkonzentrationen auf das Durchschnittsgewicht nach 1, 2 und 3 Monaten
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Für die wirtschaftliche Bedeutung einer Vibrioseimpfung ist der Gesamteffekt aus Überlebensrate und Durchschnittsgewicht entscheidend, denn daraus ergibt sich unmittelbar die Erntemenge an Garnelen (Diagramm 18). Sie errechnet sich bei einer Bestockung mit 100 PL aus der Überlebensrate multipliziert mit dem Durchschnittsgewicht/PL zum Erntetermin (z.B. 100 PL x 50 % Überlebensrate x 6 g/PL = 300 g).

Diagramm 18: Einfluß unterschiedlicher Impfstoffkonzentrationen auf den Ernteertrag nach 1, 2 und 3 Monaten
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Ausgehend von einem 1 Hektar großen Teich, der üblicherweise mit 500.000 PL bestockt wird, einer Überlebensrate von rund 37 % bzw. 29 % und einem Durchschnittsgewicht von rund 18 g/PL bzw. 17 g/PL, würde sich die Erntemenge der geimpften Garnelen (0,5 % Penvax I) nach 3 Monaten auf etwa 3.300 kg, die der ungeimpften Kontrolltiere auf ungefähr 2.500 kg belaufen. Der Ernteertrag dieser Impfvariante übersteigt den der Kontrolle somit um knapp ein Drittel. Das ist zunächst ein theoretischer Wert, der sich in der Praxis sicherlich nur in günstigen Fällen bestätigen wird. Inwieweit die Impfung insgesamt wirtschaftlich ist, ergibt sich aus der Gegenüberstellung des in Geld bewerteten Mehrertrages mit den aus der Impfung entstehenden Kosten (siehe Abb. 9). Bei dem eindeutigen Ergebnis dieses Feldversuchs wäre eine Impfung auf jeden Fall wirtschaftlich.

 

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Stand der letzten Aktualisierung: 21. November 2005
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